Alte Maerchen Ausland 0005

Muenchen Flughafentransfer - Ein Service von Mietwagen Lohfink Mobilruf 0172-9607143

Wegweiser

durch Märchen vom Ausland

Die seltsame Geburt der Königin von Saba

Der lebende Himphamp

Frau Glück und Herr Geld

Die zwölf Brüder

Das Halbhähnchen und der böse König

Der Doktor und das Christkind

zu den deutschen Märchen

Wegweiser

durch meine gesamte Webseite und Bayern

Home

Einfuehrung

Albaching

Altenmarkt an der Alz

Altoetting

Bad Aibling

Bad Berneck und Trebgast

Bad Endorf

Bad Staffelstein

Banz

Vierzehnheiligen bei Staffelstein

Bad Tölz

Bad Woerishofen

Bamberg

Bayerischer Wald

Bayreuth

Berchtesgaden

Bernried

Burghausen

Coburg

Die Wies' (kirche) bei Steingaden

Dingolfing

Dinkelsbuehl

Freising

Fuerstenfeldbruck

Fuessen

Fuessen 1 - Rundgang

Furth im Wald

Gars am Inn

Garmisch

Gilching

Guenzburg

Hengersberg - Niederaltaich

Kaufbeuren

Kaufbeuren Stadtrundgang

Kelheim

Kempten

Kulmbach

Sie waren noch nie in München? Na nix wie hin !!!!

Landsberg am Lech

Landshut

Markt Irsee

Mittenwald

Mühldorf am Inn

Murnau

Nabburg in der Oberpfalz

Neuoetting

Noerdlingen im Ries

Nürnberg

Passau

Passau 1 - Fotoreise

Prien am Chiemsee

Rechtmehring und Kirchreith

Regensburg

Rosenheim

Rottenbuch und Hohenpeissenberg

Salzburg

Schongau

Schwangau

Starnberg

Starnberg (2.Teil - Ammersee)

Steingaden

Straubing

Tauberbischofsheim

Tirschenreuth

Waldsassen - mit Großkonnreuth und Griesbach

Wasserburg am Inn

Weiden in der Oberpfalz

Weimar, Eisenach und Fulda - 2-Tages-Tour

Wuerzburg

Innsbruck + Meran

Aus Bayerns Sagenschatz

deutsche Märchen

Interessante Links:

Gezielt Bücher suchen kann jeder, aber wo kann man noch richtig "stöbern - schmökern - wühlen" ?

In meiner Bücher-Fundgrube !!! - 35 000 Bücher alphabetisch sortiert

*

Und in meinem zweiten Buchladen hat jedes Buch ein Bild dabei

Buchladen-Joerg

besuchen Sie mich doch auch mal dort

CDs aus Restposten - sehr guenstig - Volksmusik, Klassik, Oldies, Rock, Pop, Techno, Jazz, Gospel, Schlager u.a.

oder Sie machen noch eine Blitzreise nach Kanada - direkt nach Ontario

Wie wär's mit einem Urlaub am Ammersee ?

Liebe Bayern- und Märchenfreunde,

hier ist jetzt Seite 5 der ausländischen Märchen an, die per Zufall oder auch durch Anfragen von Kunden meiner Buecher-Fundgrube oder des Buchladen-Joerg mir unter die Finger kamen.

Wer hier per Zufall in meine Webseite "einsteigt", dem sei gesagt, ich habe auch noch ein anderes Geschäft, siehe oben das Bild, links den Wegweiser und unten nochmal die Eigenwerbung.

Die Märchen-Seiten sind ein kleines Hobby und eine gratis Zugabe von mir.

0005 - ein Märchen aus Frankreich - von mir entnommen aus dem Buch "Französische Märchen" vom Artia Verlag Prag von 1972.

Eine komplette Inhaltsangabe finden Sie in meinem Buchladen, dort ist es auch im Bestand. Falls nicht mehr vorhanden, versuche ich gern, es Ihnen zu besorgen

Das Halbhähnchen und der böse König

aus

*

Es waren einmal zwei alte Frauen, die hatten nur ein kleines Hähnchen. Eines Tages sprach die erste Frau:

"Was sollen wir heute nur essen? Milch haben wir keine, Mehl haben wir keines, wir haben nur das Hähnchen. Wir wollen uns eine Suppe kochen!"

"Nein, ich will nicht", sagte die zweite Frau. "Es soll lieber im Hof herumlaufen."

"Ich will aber!" sagte die erste Frau.

"Und ich will nicht!" sagte die zweite Frau.

"Nun, dann werde ich mir die Suppe aus meiner Hälfte kochen", sagte die erste Frau.

"Gut, koch sie dir, aber die andere Hälfte mußt du im Hof herumlaufen lassen", sagte die zweite Frau.

Und so kochte sich die erste Frau aus ihrer Hälfte des Hähnchens eine Suppe, und die andere Hälfte ließ sie im Hof herumlaufen.

Das Halbhähnchen lief im Hof herum, flatterte mit einem Flügel, scharrte mit einem Beinchen und pickte mit dem halben Schnabel Körner. Und wie es so herumlief, wie es so herumscharrte, wie es so pickte, fand es, stellt Euch vor, auf dem Misthaufen einen Beutel, und dieser Beutel war voll Goldstücke.

Das Halbhähnchen war überglücklich:

"Kikeriki, Kikeriki,

einen Beutel Goldstücke fand ich hie!

Auf dem Misthaufen scharrt ich ihn aus,

bring ihn der guten Frau im Haus!"

Und es lief zu der Alten in der Stube, um ihr den Beutel mit den Goldstücken zu geben. Doch in diesem Augenblick fuhr kein Geringerer als der Herr König in seiner goldenden Kutsche vorüber. Als er das Halbhähnchen sah, wie es im Schnabel diesen großen Beute trug, wunderte er sich gar sehr und ließ die Pferde anhalten.

"Diener, was trägt der Hahn da in seinem Schnabel?"

"Einen Beutel voll Goldstücke, Herr König."

"So bringt ihn mir!"

Die Diener fingen das Halbhähnchen, nahmen ihm den Beutel fort, gaben ihn dem Herrn König und trieben die Pferde mit den Peitschen an. Das wollte dem lieben Halbhähnchen gar nicht gefallen:

"Kikeriki, Kikeriki,

einen Beutel Goldstücke fand ich hie

die gute Frau sollt ihn bekommen,

der Herr König hat ihn mir weggenommen.

Ich gehe ins Schloß und hol ihn mir wieder!"

Und es machte sich auf den Weg in das königliche Schloß. Es ging und ging und ging, bis es den Fuchs traf.

"Wohin gehst du, Halbhähnchen?

"Den Beutel mit Goldstücken holen, den mir der König weggenommen hat!"

"Nun, so will ich mit dir gehen."

"Gut, komm!"

Und sie gingen zum königlichen Schloß. Sie gingen und gingen und gingen, doch nach einer Weile konnte der Fuchs nicht mehr weiter: "Halbhähnchen, ich kann nicht mehr weiter!"

"So schlüpf unter meinen Flügel."

Der Fuchs schlüpfte unter den Flügel des Halbhähnchens und das liebe Halbhähnchen ging tapfer weiter. Es ging und ging und ging, bis es den Wolf traf.

"Wohin gehst du, Halbhähnchen?

"Den Beutel mit Goldstücken holen, den mir der König weggenommen hat!"

"Nun, so will ich mit dir gehen."

"Gut, komm!"

Und sie gingen zum königlichen Schloß. Sie gingen und gingen und gingen, doch nach einer Weile konnte der Wolf nicht mehr weiter: "Halbhähnchen, ich kann nicht mehr weiter!"

"So schlüpf unter meinen Flügel."

Der Wolf schlüpfte unter den Flügel des Halbhähnchens und das liebe Halbhähnchen ging tapfer weiter. Es ging und ging und ging, bis es einem Wespenschwarm begegnete.

"Wohin gehst du, Halbhähnchen?

"Den Beutel mit Goldstücken holen, den mir der König weggenommen hat!"

"Nun, so wollen wir mit dir gehen."

"Gut, komm!"

Und sie gingen zum königlichen Schloß. Sie gingen und gingen und gingen, doch nach einer Weile konnten die Wespen nicht mehr weiter:

"Halbhähnchen, wir können nicht mehr weiter!"

"So schlüpft unter meinen Flügel."

Die Wespen schlüpften unter den Flügel des Halbhähnchens und das liebe Halbhähnchen ging tapfer weiter. Es ging und ging und ging, bis es zu einem Fluß gelangte.

"Wohin gehst du, Halbhähnchen?

"Den Beutel mit Goldstücken holen, den mir der König weggenommen hat!"

"Nun, so will ich mit dir gehen."

"Gut, komm!"

Und sie gingen zum königlichen Schloß. Sie gingen und gingen und gingen, doch nach einer Weile konnte der Fluß wirklich nicht mehr weiter: "Halbhähnchen, ich kann nicht mehr weiter!"

"So schlüpf unter meinen Flügel."

Der Fluß schlüpfte unter den Flügel des Halbhähnchens und das liebe Halbhähnchen ging tapfer weiter. Es ging und ging und ging, bis es zum königlichen Schloß gelangte:

"Guten Tag, König, kikeriki!

Ich will meine Goldstücke! Wo sind sie?"

"Morgen sollst du sie haben! Diener, schafft das Halbhähnchen in den Hühnerstall zu den Hühnern!"

Der König glaubte, die Hühner würde das Halbhähnchen über Nacht zu Tode hacken. Und wirklich, kaum wurde es dunkel, begannen die Hühner des Königs zu hacken, sie hackten und hackten, fast hatten sie Halbhähnchen zu Tode gehackt. Als Halbhähnchen merkte, daß es schlimm stand, rief es laut:

"Fuchs, komm, hilf mir in der Not,

denn sonst hacken sie mich tot!"

Und da sprang der Fuchs unterm Flügel von Halbhähnchen hervor, verspeiste die Hälfte der königlichen Hühner, biß die restlichen tot und machte sich aus dem Staube. Als am Morgen der Herr König den Hühnerstall öffnete, fiel er vor Schreck fast um. Alle seine Hühner waren hin! Und Halbhähnchen rief:

"Guten Tag, König, kikeriki!

Ich will meine Goldstücke! Wo sind sie?"

"Morgen sollst du sie bekommen! Diener, schafft das Halbhähnchen in den Schafstall zu den Schafböcken!"

Der König glaubte, die Widder würden das Halbhähnchen über Nacht zu Tode trampeln. Und wirklich, kaum war es dunkel geworden, begannen die Schafe des Königs zu trampeln, und sie trampelten und trampelten, fast hätten sie Halbhähnchen zu Tode getrampelt.

Als Halbhähnchen merkte, daß es schlimm stand, rief es laut:

"Wolf, komm, hilf mir in der Not,

denn sonst trampeln sie mich tot!"

Und da sprang der Wolf unterm Flügel von Halbhähnchen hervor, verspeiste die Hälfte der königlichen Schafe, biß die restlichen tot und machte sich aus dem Staube. Als am Morgen der Herr König den Schafstall öffnete, fiel er vor Schreck fast um. Alle seine Schafe waren hin! Und Halbhähnchen rief:

"Guten Tag, König, kikeriki!

Ich will meine Goldstücke! Wo sind sie?"

"Morgen sollst du sie bekommen! Diener, schafft das Halbhähnchen in meinen Thronsaal!"

Der König glaubte, er würde Halbhähnchen in der Nacht selbst umbringen können. Und wirklich, kaum war es dunkel geworden, schlummerte Halbhähnchen ein, es schlummerte süß, wie man nur im Thronsaal eines Schlosses schlummern kann, und da erhob sich der König und setzte sich auf Halbhähnchen, fast hätte er es zerdrückt.

Als Halbhähnchen merkte, daß es schlimm stand, rief es laut:

"Wespen, helft mir in der Not,

denn sonst drückt er mich noch tot!"

Und da flogen die Wespen unter Halbhähnchens Flügel hervor und schlüpften dem König unters Hemd und stachen und zwickten ihen, daß er jammernd unters Bett kroche und Halbhähnchen ungeschoren ließ. Erst dann machten sich die Wespen aus dem Staube.

Als der König am Morgen erwachte, war er angeschwollen wie ein Faß. Und Halbhähnchen rief:

"Guten Tag, König, kikeriki!

Ich will meine Goldstücke! Wo sind sie?"

"Morgen früh sollst du sie haben! Weib, steck das Halbhähnchen über Nacht in den Herd!"

Der König glaubte, man würde am Morgen im Herd Feuer machen, und dann würde Halbhähnchen gebraten werden. Und wirklich, kaum dämmerte der Morgen, gingen die Mägde daran, im Ofen Feuer zu machen und fast hätten sie Halbhähnchen gebraten.

Als Halbhähnchen merkte, daß es schlimm stand, rief es laut:

"Fluß, komm, hilf mir in der Not,

denn sonst schmort man mich noch tot!"

Und da lief der Fluß unter Halbhähnchens Flügel empor und machte sich breiter und breiter, zuerst im Ofen, dann in der Küche, und schließlich im ganzen Schloß. Der Herr König mußte zuerst auf den Thron steigen, dann auf den Schrank und schließlich auf das Dach. Und Halbhähnchen lief hinter ihm her und ständig rief es:

"Guten Tag, König, kikeriki!

Ich will meine Goldstücke! Wo sind sie?

gib den Beutel mir,

sonst ertrinkst du hier!"

Der böse Herr König sah, daß er gegen Halbhähnchen nichts ausrichten konnte. Er zog den Beutel mit den Goldstücken aus der Tasche und warf ihn Halbhähnchen zu: "Da hast du ihn!"

Nun erst ging der Fluß zurück und lief seiner Wege. Und das liebe Halbhähnchen packte den Beutel mit den Goldstücken und eilte heim, um ihn der alten Frau zu bringen, zum Lohn, weil sie es hatte im Hof herumlaufen lassen. Und wenn es nicht gestorben ist, so läuft es noch heute im Hof herum und scharrt auch noch heute auf dem Misthaufen und ruft:

"Kikeriki, Kikeriki,

einen Beutel Goldstücke fand ich heut früh.

Der Herr König hatte ihn mir weggenommen,

aber er hat seinen Teil bekommen!"

*

Wenn Sie wissen wollen, welche Märchen noch in dem Buch sind - dann hier klicken bitte.

*

hier geht's zu den deutschen Märchen hin oder zurück, je nachdem wo Sie her gekommen sind

und durch den Wegweiser links kommen Sie fast überall hin

*

zu meinem zweiten Buchladen - "Buchladen-Joerg" - jedes Buch mit Bild gelistet

und auf vielfachen Wunsch noch'n dritter Laden mit Suchfeld nach Autor, Titel oder sonstigen Schlagworten - wird später die anderen beiden mit beinhalten

www.alte-sachen com

*

Ein wenig Werbung in eigener Sache: Auch fuer Ihre Gaeste/Firmenbesucher steht mein Service fuer Personenbefoerderungen/-abholungen oder Eil- Kurierfahrten Tag und Nacht zur Verfuegung - auf Vorbestellung ! - Rufnummer 08105-9358 oder 0172-9607143

Counter