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Grafenau die schöne
Stadtpfarrkirche von innen
Ein freundliches Hallo für alle Kirchenbau- und -kunstliebhaber unter
Ihnen, Sie sind auf meiner versprochenen Detail-Seite über die Stadtpfarrkirche
Maria Himmelfahrt in Grafenau
im Bayerischen Wald.
Sollte ein Newbie - also ein Internet-Neuling durch Zufall
hier auf diese Seite gekommen sein, eine kleine Vorstellung meinerseits:
Der Autor und Ihr heutiger Reiseführer heißt Jörg W. Lohfink,
ich firmiere unter Mietwagen Lohfink, denn Sie können mich
für persönliche Fahrten mieten. Die meisten meiner Kunden möchten
vom Flughafen Franz-Josef-Strauss in München ohne Wartezeit gleich zu
ihren Hotels oder Urlaubsorten, daher die Zusatzbezeichnung Flughafentransfer
München.

Nun aber gleich in medias res, äh, rein in dieses schöne
Gotteshaus. Von außen sieht Maria Himmelfahrt zwar schon
ganz schön wuchtig aus, aber im Inneren wird dieser Eindruck noch gewaltig
verstärkt.

Die wunderschönen Deckenmalereien sind sicherlich erst vor kürzerem
restauriert worden, die Farben strahlen so herrlich, daß ich kaum an
den Bildern noch rumfummeln mußte.

Aber nicht nur so anmutige Bilder wie die Mutter Gottes mit ihrem Sohn sind
dort zu sehen, nein, auch bösartige Weibersleit hat man verewigt.
Kennen Sie noch diese Dame aus der Bibel?

So geht's Männern, die übers Mittagessen maulen oder nicht zum Friseur
gehen wollen früher ! Heute ist diese Art der Bestrafung nicht
mehr so gern gesehen (obwohl so manche Frau..... - hab ich mir sagen lassen
grins)

Schauen wir uns lieber wieder was Schöneres an, Anmut und Demut in einem
Bild vereint. Dieses Bild zieht den Besucher sofort in seinen Bann, bevor er
den Hochaltar erreicht.

Aber den sehen wir uns jetzt ein bisserl genauer an, eine schöne Barockarbeit.
Die schlanken Marmorsäulen ich vermute mal, Wessobrunner Schule,
also nix Marmor, sondern ganz edel bemaltes Holz bringen das ausdrucksstarke
Altarbild erst so richtig zur Geltung.

Das darüber angebrachte Bild gab mir jedoch ein kleines Rätsel auf.

Ist das der Franz von Assisi, der gerade
mit einem Hirsch das Lesen übt oder suchen die beiden in dem Buch und
mit Hilfe von oben eine Lösung, wie man dem Tierchen das anscheinend geklaute
Schwänzel wieder besorgen kann. Bin halt protestantisch als Schüler
aufgewachsen und daher mit so mancher katholischen Symbolik nicht vertraut.
Aber schön find ich es !

Genauso wie die elegante und doch schlichte Form der Kanzel. Die Goldarbeiten
unten und die geschwungenen Bögen oben mit dem Engel oben als Krönung
sind wunderschön gearbeitet.

Hier der Engel nochmal in Vergrößerung aufwachen, der
Pastor fängt jetzt an mit der Predigt - so scheint er zu sagen.

Auf dem Kanzelbild haben Sie sicherlich schon den Seitenaltar von der Ferne
gesehen, hier etwas größer. Die Gemälde kommen erst beim Davorstehen
so richtig zur Geltung und der Betrachter wird auch nicht durch zuviel Stukko-Spielereien
an den Seiten abgelenkt.

Das gleiche gilt auch für den rechten Seitenaltar, auch hier eine schlichte
Formgebung, dafür wieder wunderschöne und eindrucksvolle Gemälde.
Ich finde, es macht immer wieder Freude, die Liebe zum Detail und die Farbgebung
der alten Maler zu betrachten.
Abschließend noch ein ebenso ausdrucksstarkes Model der früheren
Zeiten:

Soweit ich jetzt so langsam es durch das Studium etlicher Kirchenführer
begriffen habe, muß das der Heilige Sebastian sein. Seine Legende sagt,
er wäre ein römischer Offizier gewesen, der von Kaiser Diokletian
als Christ enttarnt worden sei. Daraufhin hätte ihn der Kaiser mit Pfeilen
erschießen lassen. Aber das war dann wohl nix, denn Sebastin lebte hinterher
immer noch und nach seiner Gesundung von den Pfeilwunden wäre er zum Kaiser
gegangen und hätte ihm ins Gewissen geredet. Doch da Kaiser Diokletian
keines hatte, hat er wutentbrannt den unverschämten Kerl im
Hippodrom mit Peitschen totschlagen und dann in die cloaca maximus
(das große Schei...haus) werfen lassen. Da hat er dann sicherlich nicht
mehr so gut ausgesehen wie hier.
So grausam die Legende klingt, amüsant finde ich die Tatsache, daß
später die Zunft der Bürstenbinder ihn als Schutzpatron gewählt
hat, weil er so gespickt aussah.

Mit diesem kleinen Ausflug in die Legendenwelt und einer Vergrößerung
des Altarbildes der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt endet meine
spezielle Seite über Grafenau im Bayerischen Wald. Die Stadt selber können
Sie sich durch Klicken
des Links anschauen, ansonsten begleiten
Sie mich vielleicht weiter auf meiner 2-Tages-Fahrt. Ich würde mich freuen.
Bis zum nächsten Mal, ob persönlich oder nur hier auf meinem Reiseführer,
ganz liebe Grüße und alles Gute
Ihr Jörg W. Lohfink vom oder als Flughafentransfer München
©® J.W.Lohfink |