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Grafenau
urkundlich die älteste
Stadt im Bayerischen Wald
Willkommen in Grafenau im Bayerischen
Wald, die dritte Station meines Kurztrips
in zwei Tagen durch diese herrliche Ecke von Bayern. Für zufällig
beim ersten Mal gleich hier gelandete Besucher eine kleine Vorstellung
meinerseits:
Der Autor und Ihr heutiger Reiseführer heißt Jörg W. Lohfink,
ich firmiere unter Mietwagen Lohfink, denn Sie können mich
für persönliche Fahrten mieten. Die meisten meiner Kunden möchten
vom Flughafen Franz-Josef-Strauss in München ohne Wartezeit gleich zu
ihren Hotels oder Urlaubsorten, daher die Zusatzbezeichnung Flughafentransfer
München.
Und wenn man nicht zeitlich unter Druck steht, dann fahre ich nicht die Autobahnen,
sondern Nebenstrecken, an der viele architektonische und geschichtliche Kleinode
in Bayern versteckt sind.

Nach einer Fahrt zu den Donaukreuzfahrtschiffen in Passau
nahm ich mir eine Auszeit, um für mich und Sie den Bayerischen Wald, gleich
links hinter Passau zu erforschen. Die ersten beiden Haltepunkte
waren Waldkirchen
und Freyung.
In Grafenau, Ortsteil Lichteneck habe ich dann übernachtet beim Knödelweber,
kann ich bauchmassig nur empfehlen, und dann wollte ich mir Grafenau
anschauen. Das Bild ist vom Steinberg aus gemacht, ich hätte vorher nie
gedacht, wie hoch die so sanften Hügel des Bayerischen Waldes
sein können.

Als erste Station in einem mir noch unbekannten Ort bevorzuge ich meist die
höchst gelegene Stelle, wo in 90 % aller Fälle die Stadtpfarrkirche
steht. Das nur zwengs der Aussicht, nicht etwa, weil ich so fromm
bin. Hier sehen Sie schon die Kirche Maria Himmelfahrt in Grafenau.
Ein Besuch innen lohnt sich, hier ein kleiner Einblick.

Wer denn noch ein paar Detailbilder sehen möchte, kann die Zusatz-Seite
Grafenau
Stadtpfarrkirche innen anklicken.
Für die Heiden unter uns marschier ich jetzt den Kirchberg
runter in die Stadt, in der seit rund 750 Jahren der Bär tanzt.
Das Wappen von Grafenau zeigt auch einen Bären, der auf einer zinnenbewehrten
Mauer steht und die Zunge rausstreckt.
Er sybolisiert die Wehrhaftigkeit der Stadt, die schon 1376 das Stadtrecht
verliehen bekam und dadurch auch das Recht eine Stadtmauer zu bauen.
War auch bitter nötig, denn über den mittelalterlichen
Saumhandelsweg Goldener Steig von Passau nach Böhmen kamen
nicht nur die Säumer (Salzhändler), sondern auch räuberische
Nachbarn über den Saum - ein uraltes Wort für Grenze.

Müssen schon urige Zeiten damals gewesen sein, nicht nur böhmische
Räuber sondern anscheinend auch mächtige Urviecher hausten in der
Gegend um Grafenau. Hier ein Überbleibsel, sicherlich erlegt von einem
der Grafen von Bärn, deren Burgmauern auch die Stadt mit schützten.
Wenn die Salzhändler dann durch
Grafenau kamen, da tanzte dann der Bär - waren doch diese
Markttage für die sonst so ruhige Gegend eine herrliche Gelegenheit, zu
handeln, sich mit Nachbarn und Verwandten zu treffen und zu feiern.

Hier können Sie dat liebe Tierchen vom alten Rathaus rüber
ins Nachbarhaus tanzen sehen. Wahrscheinlich haben die Grafenauer
sich deshalb auch ein neues Rathaus zugelegt, im alten war immer zuviel Gebrumm.

Da finden Sie auch die Touristen-Information gleich um die Ecke, sollten Sie
auf jeden Fall besuchen. Die netten Mitarbeiter dort können Ihnen die
besten Empfehlungen für den Aufenthalt geben, auch vielleicht ein paar
gute Ratschläge für den Fall, daß Sie echten Bären begegnen.
Was, glauben Sie nicht? Na, dann lassen Sie sich überraschen. Gleich hinter
Grafenau fängt nämlich der Nationalpark Bayerischer Wald an, ca 300
Quadratkilometer groß und da können Sie wirklich Bären sehen,
Wuid-schweine, Luchse und vieles mehr.
Grafenau beherbergt ne ganze Menge illustrer Gäste, z.B. welche mit großer
Klappe wie der meinen (also Berliner), denn dort gibt es ein Berliner Feriendorf.
Dann können Sie welche sehen, die riesige Taschen hinter sich herschleifen
oder schleifen lassen- es gibt bei Grafenau auch einen herrlichen
Golfplatz. Und erst im Winter, Grafenau liegt mit im schneereichsten Gebiet
von Bayern, da können Sie die weiße Pracht bis zum Umfallen geniessen.
Sogar die Möglichkeit zum Abschleppen von Ski-Häslein haben die Grafenauer
berücksichtigt, zwei Schlepplifte sind vorhanden. Falls dann ein Ehemann
sich beim abschleppen von seiner Angetrauten erwischen läßt,
dann kann sie mit ihm Schlitten fahren - ne Bobbahn hamse ooch.

Nachdem ich kein Wintersportfan bin, also noch ein bisserl durch die Stadt
getigert. Hier ist das alte Rathaus, in dem heute wegen der Bären
die Verwaltung vom Nationalpark untergebracht ist. Und wenn die mal nicht tanzen,
dann bietet sich der Marktplatz zur Erholung von der anstrengenden Büroarbeit
an, gibt sogar frisches Obst dort.

Das war für Sie ein kleines Appetithäppchen auf die Stadt Grafenau,
ich will mir heute noch einige andere Orte anschauen, als nächster ist
Zwiesel geplant. Was mir auf dem Weg dorthin ins Auge gesprungen
ist, können Sie sowohl auf meiner Hauptseite Bayrischer
Wald als auch auf der Spezial-Seite
Bayerischer Wald Rinchnach
anschauen.

Sie haben's heute übrigens vui besser wie ich, Sie müssen
nicht diese hohle Gasse wieder zur Stadtpfarrkirche hoch marschieren.
Ist bei 20 Grad am Morgen schon ganz schön schweißtreibend, aber
gibt wenigstens noch einen schönen Blick zurück auf die Stadt Grafenau.
Die Stadt hat übrigens eine eigene interessante Webseite mit Filmchen
sogar, finden Sie unter www.grafenau.de
.
Also, auf geht's, treffen wir uns in Rinchnach
wieder oder wollen Sie gleich nach Zwiesel. Ganz gleich, beide Fleckerl sind
wunderschön und lohnen sich für einen Besuch oder längeren Urlaub
- von die scheene Jejend mal janz abjeseh'n.
Bis bald, ob persönlich oder nur hier auf meinem Reiseführer, ganz
liebe Grüße und alles Gute
Ihr Jörg W. Lohfink vom oder als Flughafentransfer München
©® J.W.Lohfink |