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Füssen ein Stadtbummel eigener Art
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Ich begrüße Sie herzlich, lieber Besucher meiner Webseite von Füssen.
Die allgemeine Seite haben Sie sicher schon gelesen, hoff' ich jedenfalls,
jetzt biete ich Ihnen einen kleinen Vorgeschmack der Sehenswürdigkeiten
dieser schönen alten Stadt im Ostallgäu. Eigentlich war ich ja schon
jahrelang der Ansicht, die Stadt Füssen zu kennen, aaaaber....
Ein ganz großes aber, denn bisher bin ich wahrscheinlich
ein bisserl beschränkt (nee, nix Kopf, Augenmassig) rumgelaufen. Stadtturm,
Schloß und Lechfall und das war's denn. Doch als guter Reiseführer
sollte man seinen Gästen auch mehr empfehlen können. Und so bin ich
jetzt an einem schönen sonnigen Samstagnachmittag mal selber auf Entdeckungsreise
in Füssen gegangen. Hier nun meine eigenen Eindrücke:
Wenn man wie ich von Steingaden
über Schwangau nach Füssen
kommt, dann ist es am besten, kurz vorher nach links in Richtung Reutte abzubiegen.
Dort in der Schwangauer Straße gibt es schöne schattige Parkplätze
und hier starten wir auch jetzt meinen Rundgang.

Gleich nach der Schiffahrtwirtschaft Schiffe gibt's nun aber schon lang
keine mehr hier auf dem Lech eröffnet sich ein herrlicher Blick
auf das Rathaus, dahinter links die Basilika St. Mang und da drüber das
Hohe Schloß.

Die Basilika links, die wir uns auch später ansehen, hat oben drauf diesen
goldenen Drachentöter.

Bevor wir aber in Füssen einbrechen - grins gehen wir
erst noch ein paar Schritte am Lech in Richtung Reutte. Gleich nach der Brücke
fängt nämlich schon die Tirolerstraße an und in knapp fünf
Minuten guten Fußmarsches wären Sie schon in Österreich. Aber
soweit woll'n wir heut nicht, auch der Lechfall ist zur Zeit nur ein kleines
Fällchen, also nur ein paar Schritte zur Kirche am Kalvarienberg.

Von diesem Kirchlein hier, ist übrigens meistens abgeschlossen, wird gemunkelt,
daß es einen Geheimgang zum Hohen Schloß unterm Lech durch gegeben
haben soll.

Und wenn Sie sich dann hier den versteckten Kalvarienbergweg anschauen, dann
läßt das doch den alten Spekulationen schönen Spielraum. Das
Hohe Schloß hatte früher sein Wasser aus einem 20 Meter tiefen Brunnen
man bohre ein bisserl waagrecht, dann hoch und schwups hat man einen
eleganten Fluchtweg ab in die Büsche (und nach Bad Faulenbach) falls doch
mal Feinde das Schloß erobern würden. Aber wie gesagt, das wurde
früher gemunkelt, bewiesen ist gar nix.

Doch gezeigt haben wollte ich es Ihnen und nun geht's über die Lechbrücke
in die Stadt selber. Zuerst nochmal einen Blick in die Schwangauerstr, da hinten
rechts, ist a bisserl schattig, da steht mein und vielleicht Ihr Reisemobil,
mit dem ich hergekommen bin.

Die Farbe des Flusses ist übrigens echt, nix geschönt so sieht
es aus, wenn man auf der Lechbrücke steht. Hinten links oben die Franziskaner-Klosterkirche,
schauen wir uns nachher auch noch an.

Und so präsentiert sich uns die Stadt Füssen vom Lech aus gesehen,
links das wuchtige Rathaus und dann geht's die Lechhalde hoch in die Altstadt.
Aber so einfach hab ich es mir früher gemacht, heute soll es ja mehr bringen.

Das erste, was jedem eigentlich auffällt, wenn er die Lechhalde hinter
bzw vor sich hat, ist die wunderbar bemalte Kirche gleich vor der Lechbrücke.
Das ist die Heilig-Geist-Spitalkirche, das Spital liegt gleich links daneben.
So, bevor es nun weiter geht, habe ich mir folgendes überlegt: zeige ich
auf dieser Seite jetzt auch die Innenbilder der Kirche, dann sind mir die Heiden
sauer. Zeig ich sie nicht, dann sind die Frommen und Kunstliebhaber
stinkert - also, wer Barock(es) und Kunst sowie kirchliches Innenleben
liebt, der kann jetzt hier auf Heilig-Geist-Spitalkirche
klicken und ist sofort in der Kirche. Ansonsten marschier'n wir
jetzt weiter. Übrigens, mit den anderen Kirchen hab ich das auch gemacht,
will ja keinen mit Kunst langweilen.

Wir sind jetzt hier in der Floßergasse und Sie sehen diese ulkigen radschlagenden
Füsse. Müssen Sie übrigens bei unserem und einem eventuellen
eigenen Rundgang mal drauf achten und zählen, wie oft die in der Stadt
vertreten sind. Die Füßlein sind das Stadtwappen von
Füssen, ich sage ja, das kommt daher, weil schon seit Jahrtausenden so
viel Touris hier durchgelatscht sind. Die Stadt Füssen
hat aber eine wunderschöne eigene Seite bezüglich des Wappens, wer
sich dafür interessiert, hier bitte: http://www.stadt-fuessen.de/697.html

Daß früher die Flößer hier wohnten ist doch bei dem Blick
und der kurzen Entfernung zur Arbeitsstätte jedem verständlich.
Macht richtig Freude, hier ein bisserl zu bummeln.

Muß aber früher mal 'ne wuide (wilde) Gegend gewesen
sein, überall Drachentöters zu sehen.
Wenn man dann den Klosterberg erstiegen hat, geht ganz bequem,
sind Treppen vorhanden, hat man einen herrlichen Blick rüber zum Rathaus
und Hohen Schloß.

Tja, und dann steht man am Ende der Romantischen Straße -
hier ist die Welt mit Brettern vernagelt.

Ich tät ja gar zu gern wissen, wo es hinter dem Tor
hin geht, aber vielleicht nur abwärts in den Lech. Muß nicht sein.
Da schau ich mir lieber die Klosterkirche an.

Wie schon oben gesagt, die Kunst- und Kirchenliebhaber haben eine eigene Seite
zum Reingehen, bitte hier klickern Franziskaner-Klosterkirche.
Sie sollten aber auf keinen Fall einfach so weiter gehen, denn ein kurzer Gang
ins Kloster bringt herrliche Ansichten.

Durch das Tor fällt der Blick auf die alte Stadtmauer mit den wuchtigen
Türmen und dem herrlichen Panorama dahinter.

Wir gehen aber noch ein paar Schritte hinein und da sehen Sie, der Klostergarten
wird immer noch genutzt. Das Tor war aber früher bestimmt immer geschlossen,

denn die Mönche mochten es bestimmt nicht gern, daß der Bischof
vom Hohen Schloß her gucken konnte, ob sie was arbeiten oder nicht.

Arbeiten brauchen die, die ihren letzten Weg hier herauf durch die Spitalgasse
gekommen sind, nicht mehr. Sie haben ihre ewige Ruhe auf dem alten katholischen
Friedhof direkt hinter der Stadtmauer.

Ein Gang über dieses heilige Fleckerl lohnt sich auch, denn viele schöne
alte Grabsteine sind zu betrachten und es ist fast wie ein kleiner Park. Der
Friedhof war auch längere Zeit mal geschlossen, heute ist er wieder offen
und ich finde es sehr schön.

Auch so manches alte Haus ist noch vorhanden, schön, daß es sowas
auch noch gibt. Und hier ein Haus, das gibt mir doch ein bisserl zu denken.
Muß früher ein ganz schönes Gedrängel von der Geistlichkeit
in Füssen gegeben haben, das ist der Gartenpavillon der Benediktiner.

Aber weiter geht's, wir wollen ja noch mehr entdecken.

Ein paar Schritte weiter und wir sind schon an der Straße, von der wir
zu Beginn unseres Füssen-Besuches links abgebogen sind. Ja, was ist denn
das ? A Hirsch ! Na ja, haben wir oft viele auf der Straße,
aber gleich daneben?

Nun, hier eine etwas verbesserte Sicht die Gartenanlage vom Hotel Hirsch
(liegt gleich rechts neben dem Tierchen) und dahinter das moderne Füssen.
Ich finde, die Stadt hat ein ausgezeichnetes Gefühl, alt und neu geschickt
zu verbinden.

Aber wir wollen ja die alte Stadt erkunden, daher gleich wieder
kehrtum! Doch den Blick in Richtung Schwangau und auf das herrliche Bergbild
nehmen wir noch mit.

So, jetzt gehen wir durch das Tor am Seilerturm.

Vorsicht! Gaaanz leise! Ich hab's doch gewußt, die ham immer noch Drachen
hier schauen Sie mal

Dabei dachte ich, die sind immer alle in Seeg, ist nicht weit weg und da ham's
jeden Mittwoch Drachenfliegen. Na ja, so kann man sich irren.
Ungeschoren sind wir wieder in der Altstadt, 's gibt dort auch ganz ruhige
Plätzchen.

Wer jetzt einen Brand hat, der muß entweder ganz vorsichtig
vorbeischleichen oder ihn vorher in einer der kleinen Wirtschaften löschen
- sonst rücken die Mannen vom Feuerhaus aus.

Und da das immer meist mit Lärm verbunden, könnte das die Leute ärgern,
die in dieser Straße, der Reichenstraße gewohnt haben,
noch wohnen oder grad verteilen.

Während die heutigen "Reichen" sich verlustieren,
wie man zu früheren Zeiten sagte, bin ich schnell mal in die Kripp-Kirche.
Ist zur Zeit außen verhangen, da man an der Fassade rumwerkelt, daher
kein Bild von außen. Doch von innen hab ich ein paar, können Sie
sich hier anschauen: Kripp-Kirche
Das Haus daneben hat vielleicht als Hinweis auf das Kirchlein dieses Marienbild
in der Fassade

Wer von Ihnen jetzt schon brennende Füße hat, der braucht nur schräg
gegenüber in die Stadtapotheke gehen, da gibt's nicht nur schöne
Fassadenmalerei sondern auch Rezepte. Hinter mir übrigens, wenn Sie die
Apotheke sehen, ist ein ehemaliges Gasthaus (hab ich aber nicht fotografiert,
wär sonst Schleichwerbung für das darin enthaltene Geschäft
jetzt), da haben 1572 die janz hohen Herrschaften nicht nur ein
Rezept zum Mampfen sondern auch für den Frieden gefunden.
In der Wirtschaft wurde damals ein Friedensvertrag geschlossen da sag
noch einer, unsere Politiker lernen nichts aus der Vergangenheit immer
rin in die Kneipe, dann läuft alles besser !

Ob es für dieses Haus früher gut gelaufen ist, gibt einem der Name
zu denken: Haus Höllgott. Könnt' natürlich auch ein ausgesprochener
Kirchengegner gewesen sein oder?

Den Uhrturm fest im Blick, hier von der Reichenstraße aus gesehen, führten
mich meine Schritte in Richtung Rathaus.

So, aber da jetzt rechts rum und nun kommen wir zu dem Highlight
von Füssen, wir gehen auf's Schloß.

Aber wenn ich dann sehe, wer darin haust, da überleg ich mich
doch echt, soll'n wir da wirklich raufgehen? Früher der gern einnehmende
Bischof als Hausbesitzer, heut die Raubritter vom Finanzamt
es ändert sich doch eigentlich nie.

Besser wir gucken in die Landschaft, ham wa mehr davon. Mehr Meterchen aufwärts
geht's aber auch,

aber dann haben wir es gleich geschafft, hab ich gedacht. Jetzt kommt erst
mal der Uhrenturm und wieder ein Tor.

Zum Glück ist der Turm ja nicht offen, sonst tät vielleicht einer
probieren, wie das klappt mit dem Steine werfen aus dem Erkerchen oben. Damit
wimmelte man früher die ab, die zu lange am Tor klopften.
So, na endlich, schon können wir in den Schloßhof blicken

Dunnerwetter, geht ja immer noch weiter

Jetza, fast geschafft

Wow, cool täten die Jungen sagen, wenn sie ihre Beinchen bis hierher
bewegen würden. Denn obwohl es ein herrlicher Nachmittag war, im Füssener
Mittelalter war mehr Mittalter denn Jugend vertreten. Ach jeh,
ich hab ja ganz vergessen, war ja noch Wies'n-zeit sind bestimmt alle
dort (nee, nee, nix mit Kühe oder so Oktoberfest war gemeint).

Und wenn man so im Hof steht, dann sieht man erst richtig, was die armen Handwerker
früher leisten mußten.

So viel Steine, erst raufschleppen, dann mauern und bemalen, mein lieber Mann,
hat die Baubranche es heute gut. Fertigteile, zusammenklatschen, Dach ruff,
fertig. Apropos fertig,
eigentlich wollte ich ja noch auf die Galerie, kann man links det Treppchen
ruff, aber zum Glück war ab 16 Uhr schon geschlossen. Sonst wär ich
wahrscheinlich janz fertig gewesen vom vielen Gehen.

Noch ein Nahbild vom Uhrenturm

dann beschwingten Schrittes geht wieder hinab und noch schnell in die Basilika
St. Mang. Auch hier für die speziell Interessierten ein Klick zur Spezial-Seite:
St. Mang Basilika
Meine Führung durch die schöne Stadt Füssen geht gleich zuende,
in den Rathaushof hab ich noch schnell reingeblickt.

Aber das Museum überlasse ich Ihnen, da müssen Sie schon selber rein.
Ich hab dann noch einen herrlichen Blick über den Lech geschossen,
dann ab ins Auto und nach Steingaden,
ein Riesenschnitzel reinziehen. Das hab ich mir verdient oder?
Zum Abschluß möchte ich aber nicht versäumen, Ihnen die Seite
der Stadt Füssen ans Herz zu legen im wahrsten Sinne des Wortes. Da auf
dieser viele geschichtliche Informationen zu etlichen Punkten auf meinem Spaziergang
sind und auch andere professionellere Bilder kann ich Ihnen nur raten, schauen
Sie sich dort auch um. In meinen Augen ist die Webseite
der Stadt Füssen mit allen Unterseiten eine der besten Städteseiten
im Internet.
Aber einen Fahrservice zum Besuch von Füssen bietet die Stadt (noch) nicht
selber, das mach ich gern, wenn Sie wollen grins.
Text von J.W. Lohfink, Bildmaterial auf dieser
Seite auch!
Anregungen, Vorschlaege (auch fuer Ihren eigenen Ort), Termin-Anfragen
oder auch Ihre Meinung, wie es Ihnen gefallen hat, bitte an J.W.
Lohfink
©®J.W.Lohfink |