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Gilching - die Bayern hier
sagen "Guilching"
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Bei der Vorstellung bayrischer Staedte und Gemeinden darf auch einer
meiner Stationsorte nicht fehlen, die Gemeinde Gilching.
Als eine von drei der groeßten Gemeinden im Landkreis Starnberg
liegt sie westlich von Muenchen am Anfang einer wunderbaren Erholungslandschaft
mit einigen namhaften Seen. Vielen von Ihnen werden die Namen Starnberger See,
Ammersee, Woerthsee oder Weßlinger See in
Bayern bekannt sein. Für das herrliche Gebiet rund um den Ammersee gibt
es spezielle Seiten, schauen Sie mal unter Ammersee-Region.

Gilching hat drei S-Bahnhoefe, Geisenbrunn,
Argelsried und Neugilching.
Bis Muenchen braucht man mit der Bahn ca 35 Minuten, ueber die nahegelegene
Autobahn fuer die ca 25 km bis ins Zentrum ca 20 Minuten, natuerlich nicht
zur Hauptverkehrszeit in den fruehen Morgen- oder Abendstunden. Der Muenchner
Flughafen Franz-Josef-Strauss im Erdinger Moos kann ebenfalls mit
der S-Bahn erreicht werden (ca 1,5 Stunden ohne Wartezeit) oder in ca 35 Minuten
mit dem Auto ueber die neuen Zubringer der Autobahn.

Die Ziffern 1 - 5 umfassen alle Ortsteile, die Sie auch
auf meiner "Fotosafari" sich anschauen können: 1) Geisenbrunn,
2) Argelsried, 3) Waldkolonie,
Neugilching und St. Gilgen, 4) Gilching
und 5) Altgilching
Die Infrastruktur der Gemeinde Gilching umfaßt eigentlich
alles, was Besucher oder Buerger benoetigen. Einheimische Gewerbe- und Industriebetriebe
sind vorhanden, Einzelhandel jeglicher Art, medizinische Versorgung durch Aerztehaeuser,
Praxen und Apotheken, landwirtschaftliche Erzeugnisse usw. Auch fuer die Freizeit
und Besucher ist gesorgt, Sport- und Musikvereine, Gaststaetten mit einheimischer
und auch internationaler Kueche, Kino, Nachtlokale und Diskotheken runden das
Angebot ab.

Wer chinesisches, jugoslawisches, griechisches oder italienisches
Essen liebt, jeder kann in Gilching ein Lokal seines Geschmackes finden. Schoene
Sitzmoeglichkeit im Freien bieten auch das griechische Lokal "Plaka"
am neuen Marktplatz sowie das kroatische Restaurant "Zagreb-Grill"
in der Landsberger Straße.
Fuer Gaeste und Besucher der ansaessigen Betriebe, der Firma
RUAG in Oberpfaffenhofen oder des Deutschen Zentrums fuer Luft- und
Raumfahrt - DLR bieten einige Pensionen und das Hotel
Thalmeier gute Uebernachtungsmoeglichkeiten.

Die An- und Abfahrt zum Flughafen, Fahrten nach Muenchen (Besuche,
Rundfahrten, Veranstaltungen), zum Kloster Andechs oder zu den Seen koennen
jederzeit ueber mich und das ansaessige Taxi-Unternehmen Helmut Schlager (0171-7710555)
gebucht werden. Auch Ausflugsfahrten zu den Koenigsschloessern
und zur Musical-Veranstaltung "Koenig Ludwig", das neue Jahrhundert-Ereignis
am Forggensee, oder auch Staedtetouren ins Allgaeu (Kempten,
Kaufbeuren, Schongau,
Landsberg) sind jederzeit moeglich. Tagesausfluege
nach Dinkelsbuehl, Tauberbischofsheim
in Unterfranken oder nach Bamberg, das "bayrische
Rom", und Coburg sind jederzeit machbar.
Historisches ueber Gilching
Grabungsfunde aus der Bronzezeit belegen, daß die Gemeinde Gilching
in Bayern schon vor ca 1800 Jahren v. Chr. Siedlungsgebiet war. Spaetere Funde
beweisen, daß auch die Roemer in Gilching Fuß gefaßt hatten
und von hieraus weiter gen Norden vordrangen. Die erste urkundliche Erwaehnung
von Gilching ist im Jahr 804 durch eine Schenkungsurkunde im koeniglichen Dorf
Kiltoahing belegt. Aus diesem Namen entwickelte sich im Zuge der
Lautverschiebung der heutige Ortsname Gilching.

Als besondere geschichtliche Raritaet gilt die Gilchinger Arnoldusglocke,
eine der aeltesten mit einer historischen Inschrift versehenen Glocken in Deutschland,
die um 1170 gegossen worden ist. Die Glocke war dann ueber einige Jahrhunderte
verschollen.
Der Sage nach wurde sie wieder von einem Stier beim Pfluegen mit den
Hoernern aus dem Boden geholt. Man vermutet, daß an dem Fundort frueher
ein Frauenkloster stand, nach dessen Zerstoerung die Glocke unter den Schutt-
und Ascheresten verschwand. Nach der Auffindung um 1830 wurde sie wieder in
den Glockenturm der St. Vitus Kirche gehaengt. Am Rande erwaehnt sei noch eine
Eigenmaechtigkeit des Pfarrers im zweiten Weltkrieg. Als sich die
Bomberanfluege auf Muenchen zu haeufen begannen, hing der damalige Pfarrer
gegen den Willen einiger Gemeindemitglieder die Glocke ab und brachte sie im
Kirchenraum unter. 14 Tage spaeter brannte der Turm der Kirche nach einer fehlplazierten
Bombardierung des nahe gelegenen Flugplatzes Oberpfaffenhofen ab und ohne die
Voraussicht des Pfarrers haette die Glocke wohl den Krieg nicht mehr ueberstanden.
Abschließend ein Kuriosum fuer mich persoenlich. Ich bin 1949 in
Berlin geboren und ohne die Hilfe der Allierten durch die Luftbruecke nach
Berlin waehrend der Blockade durch die Russen wahrscheinlich mit noch groeßeren
Schwierigkeiten aufgewachsen, als meine Eltern nach dem Krieg schon hatten.
Um so mehr ueberraschte es mich persoenlich, daß ich in einen der Orte
gekommen bin, von dem aus die Luftbruecke gestartet wurde. Wie aus den Gemeindeaufzeichnungen
hervorgeht, sind vom Flugplatz Oberpfaffenhofen, jetzt durch die Firma RUAG
betrieben, taeglich hunderte Maschinen gestartet und auch dort fuer die naechsten
Fluege gewartet worden. Man sieht, was waeren die Berliner ohne die Bayern.
(Quelle: Wie es in Gilching war - Rudolf Schicht u. Gem. Gilching)
Amuesantes
In Gilching gibt es am Steinberghang eine Goldmachergasse.
Nachdem in laendlichen Gebieten die Straßennamen meistens noch eine Bedeutung
haben, koennte ein Fremder auf den Gedanken kommen, daß auch in Gilching
im Mittelalter Alchimisten versuchten, Gold zu machen. Dem ist aber nicht so.
Der Straßenname erinnert an einen Schwindler namens Franz Tausend,
der von 1924 - 1929 in Gilching lebte und hier vom Politiker bis hin zu hochrangigen
Militaers und finanzstarken Industriellen alle auf den Leim fuehrte. Durch
geschickte Taeuschung gaukelte er seinen Besuchern und Goennern vor, Gold herstellen
zu koennen und bewies dies mit winzigen echten Goldklumpen, die er in die Resultate
seiner Experimente schmuggelte. Daraufhin wurden ihm von vielen
Seiten erhebliche Gelder zur Verfuegung gestellt, die er jedoch nicht zum angeblichen
Aufbau einer großen Fabrik zur Goldherstellung verwandte, sondern alles
in Immobilien anlegte.
Natuerlich flog der Schwindel einige Zeit spaeter auf, er wurde verhaftet
und verurteilt. Der Gilchinger Gemeinderat von 1957 hat dann der Straße
unterhalb des Wohnortes vom Goldmacher diesen Namen gegeben, aber
nicht wegen des Schwindlers, sondern weil seinetwegen in den dreißiger
Jahren die Gemeinde in der internationalen Presse erwaehnt wurde und viele
namhafte, hochintelligente und hochgestellte Persoenlichkeiten den Ort besuchten.
(Quelle; Rudolf Schicht und Gerd Sarring, Sueddeutsche Zeitung - aus Wie
es in Gilching war)
Und nun zeige ich Ihnen noch ein wenig von Geisenbrunn

Gilching hat zwar auch ein paar schöne Stellen, aber unser Ortsteil
Geisenbrunn ist viel anheimelnder. Links ein Blick "in den Park"
bei unserem ehemaligen Feuerloeschteich . Fast wie in Schloß Nymphenburg
mit Wasserrosen, Fontaene und Enten. Fuer Schwaene hat's noch nicht gereicht,
aber das kommt auch noch.
Gespeist wird unser "See" durch das Wasser aus dem niegelnagelneuen
Dorfbrunnen, den Martin Fink mit seinen Soehnen in schweißtreibender
Handarbeit vor kurzem erst "errichtet" hat. Jetzt fehlt eigentlich
nur noch ein Wintergarten von der dort ansässigen Firma Winfried
Beyer, dann koennten wir auch bei schlechter Witterung am Brunnen
sitzen.

Fuer die neuen Besucher meiner Seite der Hinweis, genau gegenueber von
unserem Traditionsstangerl (unser Maibaum rechtes Bild) liegt der Geisenbrunner
"Zoo" - das "Damwuid-Gehege" der Familie Painhofer.


In Gilching floß (früher) Blaues Blut !
Was ja schon immer sehr zum Leidwesen der Starnberger die Spatzen in
Gilching von den Dächern pfiffen, jetzt scheint es bewiesen zu sein: Bevor
die Wittelsbacher sich am See breit machten, war Gilching schon lang ein Adelssitz.
Ha ! Unser langjähriger Schuldirektor und Heimatkundler Rudi Schicht suchte
ja schon seit etlichen Jahren nach einem Beweis, daß die Flurbezeichnungen
"Burgstall" und ähnliche ihre Berechtigung hatten. War doch
in alten Dokumenten immer mal wieder die Rede von einer Grafschaft in Gilching.
Und nu ham wa den Beweis!!! Bei Grabungsarbeiten kamen drei Skelette und meterdicke
Grundmauern zum Vorschein, auch ein "altes Hackebeilchen", von Fachleuten
als "Sax" bezeichnet, war in der Nähe.
Nee, nich jetzt an blutrünstige Metzeleien denken, die drei im Boden
waren unversehrt und die Axt vermutlich eine Grabbeigabe (man wußte schon
damals nicht, was einen "Drüben" erwartet und besser gut gerüstet
als ...). Natürlich wird jetzt kurz vor dem Winter nicht weitergebuddelt,
außerdem müssen erst genug "Kohlen" da sein (nich zum
Heizen, zum Buddeln!). Aber nächstes Jahr gehts bestimmt weiter, ich halte
Sie auf dem Laufenden, welche Hochwohlgeborenen und sonstige Schätze zu
Tage kommen.
Es gibt natuerlich auch noch folgende Moeglichkeit: Informationen ueber
Gilching bietet dieser Link ebenfalls - Gemeinde
Gilching im Internet. Noch ein Hinweis auf auf weitere Internet-Seiten
im und ueber den Kreis Starnberg - schauen Sie mal unter Marktplatz
Starnberg oder Gilching24 und OrtsNetzGauting koennte ebenfalls interessant
sein.
Falls Sie selber was fuer meine Gilchinger Seite haben, einfach anrufen,
"ik mach det denn schon".
Wat neuet: Historisches zu Gilching findet man auch unter http://www.zeitreise-gilching.de/index.html
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Anregungen, Vorschlaege (auch fuer Ihren eigenen Ort),Termin- Anfragen
oder auch Ihre Meinung, wie es Ihnen gefallen hat bitte an J.W.
Lohfink
©J.W.Lohfink |