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Ein fröhliches Grüß Gott miteinand Ihnen
allen, ob neue Besucher oder schon Stammkunden meines bayerischen Reiseführers.
Für die Neuen kurze Vorstellung meinerseits: ich bin
ein waschechter Berliner in Bayern und bring hier Leute um die
Ecke, sofern sie mich dafür bezahlen.
Wer jetzt aber denkt, Mönsch, so wer
ick Schwiegermuttern los, der täuscht sich gewaltig. Mit
dem um-die-Ecke-bringen ist Fahren auf Bestellung gemeint,
deswegen heißt mein Geschäft auch Mietwagen Lohfink
und zu 60 % mach ich Flughafentransfer vom Münchner Flughafen
Franz Josef Strauß in alle Richtungen. So, das zur Einführung.
Und vor kurzem hatte ich das Vergnügen, eine reizende Kundin nach
Irsee zu fahren. Nun kommt wieder die Frage wo liegt denn das?
Tja, direkt ins Auge springt einem dieser Ort nicht mal von der Landkarte.
Aber falls Sie sowieso nach Bayern und ins Allgäu wollen, dann
machen Sie es am besten so: Sie fahren von Augsburg nach Landsberg,
von dort nach Bad Wörishofen
und dann auf der Kaufbeurer Straße nach Kaufbeuren.
Landsberg und Bad Wörishofen sind schon alleine einen Besuch wert,
Kaufbeuren erst recht !
Taucht dann vor Ihnen das Ortsschild von Kaufbeuren
auf, dann haben Sie so rund 7 Kilometer vorher die Hinweistafel nach
Markt Irsee einfach übersehen. Der kleine, so rund 1000 Jährchen
alte Ort, liegt nämlich ganz versteckt rechts im Wald. Da muß
man schon rund eine Kilometer die Abzweigung gefahren sein, dann tauchen
auf einmal zwei Türmchen auf, so wie Sie es jetzt gleich sehen
können.

Und diese Türmchen werden dann immer größer und größer

und auf einmal sind Sie im Ort und wenn Sie dann weiterfahren, sind
die Türme ganz schnell wieder weg. Der wunderbare Baumbestand
rund um die Klosteranlage versteckt eine herrliche Perle bayerischer
Geschichte und Baukunst ganz ideal. Bleibt nur eines, kurz drehen,
zurück und dann auf dem Parkplatz vom Schwäbischen
Bildungszentrum anhalten. Und dann per pedes ( det is lateinisch
und heißt mit die Füße).

Nein, da gehen wir jetzt (noch) nicht rein, erst woll'n wir mal was
für die Kultur tun. Ich möchte Ihnen ja versteckte Schönheiten
von Bayern zeigen, also weiter in Richtung Klosterkirche.

Wer ein Auge auch für kleine Schmuckstücke hat, dem springt
vielleicht schon gleich der Brunnen vor dem Kloster ins Auge.

Aber da müssen wir näher ran, denn der greifartige Vogel
auf dem Erdball ist eine nicht so oft zu sehende Rarität.

Nun aber gleich in die Kirche, für diese sollten Sie sich aber
eine Menge Zeit nehmen, es lohnt sich wirklich. Das meinte auch dieser
Herr hier, denn der blieb gleich für immer dort.

Wo er ist, verrat ich Ihnen nicht, Sie müssen ihn nachher schon
selber finden. Doch jetzt erst mal ein Gesamtblick in das wunderbare
Kirchenschiff.

Und das mit dem -schiff hat wohl auch der damalige Designer
der Kanzel so verstanden, eine solche als Schiff habe ich vorher noch
nie gesehen.

Gehen wir mal näher an den Altar, sowohl von der Gestaltung als
auch vom barocken Schmuck her ein sogenanntes Schmankerl.

Hier für diejenigen, die es vielleicht aus verschiedensten Gründen
nie schaffen können, persönlich nach Markt Irsee zu kommen,
eine nähere Ansicht.

Und für die Liebhaber von Malerei das Altarbild in groß

So, nun gibt es ja manchen, der Barock und sonstige Kunst nicht so
mag. Für den ist mit dem Blick auf die Orgel, die über dem
Ausgang installiert ist, mein Klosterkirchenbesuch in Irsee beendet.

Aber für die Schönheitsliebhaber unter Ihnen hab ich noch
ne zweite Seite mit
etlichen Detailfotos gemacht, die können Sie jetzt
gleich hier durch Anklicken erreichen.
Was hör ich da von wegen kühlen Trunk und so?
Na klar doch, der Klosterbiergarten ist wunderbar idyllisch.

Und während wir anderen noch ein bisserl in der Kirche die vielen
wunderbaren Details anschauen, dürfen Sie es gern diesem Herrn
hier nachmachen

Damit Sie sich nicht langweilen, vielleicht noch ein paar kurze Worte
über Irsee selber. Das Örtchen war vor rund 1000 Jahren ein
Geschenk des Markgrafen Ursin an ein paar Mönche, die nach den
Regeln von Benedikt lebten. Das heißt, erst waren die Mönche
da, dann gab der Markgraf diesen seine alte Burg oben am Berg (ist
nicht mehr da, brauchen Sie nachher nicht suchen). Und die Mönche
waren seit jeher praktisch veranlagt, denn sie haben dann das Kloster
hier unterhalb der ehemaligen Burg am Hang gebaut, denn da kam das
Wasser aus'm Berg und sie mußten es nicht immer raufschleppen.

Hier sehen Sie übrigens ein Wasserrad, das immer noch in Betrieb
ist und auch einen kleinen Brunnen betreibt. Das alte Stück dahinter
ist fast hundert Jahre alt.

So, damit wäre mein persönlicher Ausflug mit Ihnen beendet.
Möchten Sie noch mehr über Markt Irsee wissen? Dann kann
ich Ihnen nur empfehlen, die markteigene Webseite mal anzuklicken.
Ich war überrascht zu sehen, mit wieviel Liebe so ein kleiner
Ort eine wunderschöne Seite mit Geschichte und Gegenwart ins Netz
stellt. Klicken Sie einfach mal auf Markt
Irsee.
Die Kunst- und Kirchen-Liebhaber können mit mir hier auch noch
mal in die Kirche gehen
(falls Sie oben den Link übersehen haben), einfach hier klicken.
Falls Sie Kunst im allgemeinen mögen und mehr darüber lesen
möchten, besuchen Sie bitte meine beiden Internetantiquariate,
Abteilung Kunst (auch links oben im Wegweiser). Habe viele schöne
alte Bücher dort im Angebot. Muß ja noch von was anderem
leben, kann ja nicht immer nur Leute um die Ecke bringen.
Ich hoffe, dieser kleine Ausflug hat Ihnen wieder Freude gemacht, auch
vielleicht einen Anreiz gegeben, unser schönes Bayern mehr zu
durchwandern und zu entdecken. Wenn ja, denn freu' ick mir janz
dolle!
Mit fröhlichen Grüßen aus Bayern
Ihr preussischer Reiseführer Jörg W. Lohfink vom Flughafentransfer-Muenchen
©® J.W. Lohfink |