Mittenwald in Bayern

– wo man den guten Ton bekam und immer noch kaufen kann

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Herrjeh, werden jetzt die meisten sagen, was iss'n das nun schon wieder? „Mitten(im)wald“, guter Ton – kommt der alte Knigge wieder aus der Gruft? Weit gefehlt, liebe Leser und Leserinnen, Sie sind wieder mal auf der Webseite des frechen Preiss'n in Bayern gelandet, der so gerne Leute „um die Ecke bringt“.

Und heut bringt Sie der Flughafentransfer München, also ich, in ein Tal umgeben von lauter Dreitausendern und früher mitten im Wald, daher auch der Name „Mittenwald“.

Wer von München via Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck gen Italien fährt, kommt direkt an dem hübschen Ort vorbei. Schad', wenn keine Zeit für einenausgiebigen Besuch vorhanden ist. Mittenwald ist nicht nur einen Besuch, sondern auch einen Urlaub wert.

Letzteres hatten unsere „italienischen Freunde“, die Römer, zwar nicht im Sinn, als sie den Spuren der bei ihnen vor knapp 2500 Jahren eingedrungenen Bojer folgten.

Was, Sie kennen die Bojer nicht? Wieder mal im Geschichtsunterrricht geschlafen, was? Die Bojer waren nicht die Erfinder der Boje, sondern ein wander- und rauflustiger Stamm in Bayern. Vielleicht stammt ein heutiger Werbeslogan „nichts ist unmööglich“schon von ihnen, denn die Alpen hielten sie nicht ab, gen Süden zu marschieren. Sie fanden hier bei „Mittoualde“, wie es später im Mittelalter genannt wurde, einen guten Übergang und auf ging's nach Rom, um a bisserl zu plündern.

Die ollen Römer, auch nicht faul,

hauten erst die Bojer auf's Maul

und dann ging's ab gen Norden,

wo die wohnten, die wilden Horden.

Groß muß der Schreck gewesen sein, als zum ersten Mal seltsam gerüstete Krieger mit Fanfarenklängen und im Marschtritt über den Paß kamen. Alte Berichte erzählen von verzweifelten Kämpfen, aber jeder Widerstand war zwecklos. Und bald wurde eine römische Befestigung gebaut, „Inutrium“ genannt, aber nicht direkt dort, wo heute der Markt Mittenwald liegt. Das Inutrium muß mehr in Richtung Scarbia oder Skaranzia gelegen haben, diesen Ort wird heute Scharnitz genannt.

Wer die Strecke nach Innsbruck kennt, der weiß, daß dort bis zum Wegfall der europäischen Innengrenzen immer die uniformierten Bettler standen „ham's Alkohol oder Zigaretten oder sonst was....“ Aber bleiben wir bei oder in Mittenwald, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?


Schon bei der Einfahrt in den Ort ist der erste Anziehungspunkt für die Augen der Kirchturm, der schön bemalt ist und für Kenner der Architektur auf Baumeister aus Wessobrunn hinweist. Das ist auch richtig, denn die Kirche wurde vom Baumeister Josef Schmutzer erbaut und der Turm hat herrliche Freskenbemalung.



Aber bis wir direkt am alten Ortskern sind, haben wir noch a bisserl und vielleicht fällt Ihnen dann gleich auf, wie ulkig so manche Dachrinnen aussehen.


Nun, das hatte früher einen sehr praktischen Grund, wie Sie auf dem alten Bild oben ersehen können. Der Straßengraben war früher in der Mitte und konnte man alles vorm Haus weg- und reinfegen und der Regen spülte es dann fort. Ob von da her der bayerische Spruch kommt „schwapp'n wir's obi“?

So, da ist ein schöner Parkplatz, den Rest gehen wir jetzt zu Fuß. Das machten früher auch viele Handelsleute, meist jedoch auf vier Füßen, nämlich denen von Pferden oder Maultieren. Ob es damals auch schon so viele schöne Malereien an den Häusern gab, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.



Bis wir die „Altstadt“ - grins – erreicht haben, nochmal einen Blick zurück in die Geschichte. Nachdem die Römer die Schnauze voll hatten von den ewigen Aufrührern im Norden und der Kälte und es dann auch noch daheim immer mehr bergab ging, da ging's eben nicht mehr. So war es aber auch mit Handel und Leuten und so wurde Mittenwald immer leerer. Sogar die Mönche im kleinen Kloster beim heutigen Scharnitz hatten bald nichts mehr zum Beißen und gingen dann auch auf Reisen (nach Schlehdorf). Erst um 1080 rum muß wieder a bisser mehr los gewesen sein, denn in diesem Jahr wurde Mittenwald erstmals urkundlich genannt.


Es war die Zeit des aufstrebenden Mittelalters und nördlich der Alpen war man auf viele Sachen scharf, die es nur im Süden gab. Die Stadt Venedig wurde damals immer stärker und ihre Kaufleute brachten viele schöne Waren gen Norden. Diese Händler zogen über die Pässe und hielten in Mittenwald an, um die Tiere zu verpflegen oder selber eine Rast zu nehmen.

Die Straße nach Partenkirchen wurde verbessert und es wurde auch eine Verbindung zum Saumweg am Achensee gebaut.

Doch dann gab's Zoff mit Erzherzog Siegmund und der Regierung im Jahr 1487 – kommt uns doch seltsam bekannt vor, die Zeiten haben sich anscheinend nicht geändert, wenn man so unsere „Landesfürsten“ heute anschaut....

Nur war man damals a bisserl praktischer veranlagt, Erzherzog Siegmund „kassierte“ 130 venezianische Kaufleute ein und gab diesen „frei Kost und Logis“ im Kerker, um seine Ansprüche durchzusetzen. Und das war sein Fehler und zugleich Glück für Mittenwald, denn die Kaufleute Venedigs boykottierten nun die Stadt Bozen, die vorher für sie der zentrale Treff- und Abrechnungspunkt gewesen war und verlegten alle Aktivitäten einschließlich des Warensammel- und lagerortes nach Mittenwald.



So blühte Mittenwald auf und wie Sie jetzt hier an den alten Häusern im Zentrum sehen, war der Handel segensreich für den Ort. Nur wo Waren und Reisende viel Gewinn abwarfen, konnte in dieser Form gebaut werden. Knapp zweihundert Jahre lang war alles bestens, doch dann kam der 30jährige Krieg in Deutschland.

Auch Mittenwald blieb nicht verschont, wüste Gesellen zogen durch in Richtung Tirol, in Scharnitz sperrte dann ein österreichisches Festungswerk, die „Porta Claudia“, die Straße und so kam der Handel zum Erliegen. Nach Kriegsende kamen zwar wieder Händler, aber gleichzeitig auch die Kunde, daß immer mehr Reisende die neuen Strecken über den Fernpaß via Garmisch oder die neue Straße über den Achenpaß nahmen.

Und bald herrschte bittere Not in Mittenwald, denn 1679 wurden der Warenstapelplatz und die Abrechnungsbörse der Kaufleute zurück nach Bozen verlegt. Viele Kaufleute und Handwerker zogen ab und Armut zog ein in Mittenwalds Häusern. Aber gerade jetzt stehen wir vor einem, der dem Ort wieder Hoffnung und auch Arbeit gab. Das hier ist das Denkmal von Mathias Klotz, einstmals ein einfacher Bauer, doch mit viel Musikliebe und -verständnis.



Dieser Sohn des Ortes lernte die Geigenbaukunst und brachte damit wieder Broterwerb in seine Gemeinde. Wer später die Webseite vom
Markt Mittenwald anklickt, ist übrigens auch sehr schön und informativ, auch was Buchungsmöglichkeiten angeht, wird dort über Mathias Klotz ein bisserl was anderes bezüglich seines Werdeganges erfahren.

Meine Informationen über diesen Mann sind aus dem Jahr 1912 und da wurde folgendes berichtet: Mathias Klotz war ein musikverständiger junger Bauer, welcher sich bei dem in jener Gegend bekannt gewordenen Jakob Steiner von Absam bei Hall Belehrung in der Geigenbaukunst suchte.

An den sonnigen Hängen des Kalkgebirges, besonders in dem gegen Hall sich hinziehenden Gleirschtale wächst die Haselfichte. Jakob Steiner, ein armer Bauernbursche aus Absam, hatte deren Holz als besonders wohltönend entdeckt. Oft ging er mit einem Hammer durch die Waldungen, schlug da und dort an einen Stamm und belauschte den nachfolgenden Ton, der sich bis in den Wipfel fortpflanzte. Er bezeichnete dann die ausgewählten Bäume und beobachtete beim Fällen derselben den Klang beim Axthieb und beim Abflößen ins Tal den wuchtigen Anprall an die im Bache liegenden Felsblöcke und erstand dann das Holz, wenn es diese Prüfungen überstanden hatte. Hauptsächlich waren es gipfeldürre Fichten, die seinen Gefallen funden. Er ließ sich die Stämme nach Tirol zuführen, sonderte, sägte, formte und leimte nach eigenen Modellen, die von der alt-italienischen Geige merklich abwichen und die mustergültig für all späteren deutschen Fabrikate geworden sind. Auf dem Markt zu Hall bei Innsbruck verkaufte er seine Waren, ging auch hausieren, wurde berühmt und lieferte selbst an den Kaiser nach Wien.


Auch Mathias Klotz hatte von Steiner vernommen, suchte ihn auf und machte sich die gern gegebenen Lehren des zum Meister gereiften Steiner zu eigen, um seinem Heimatdorfe den neuen Verdienst zu bringen“.

Natürlich dauerte es eine Weile, bis die Mittenwalder Produkte, übrigens von verschiedenen Familien in einzelnen Schritten hergestellt und dann zusammengesetzt, sich einen Markt erobern konnten.

Zuerst waren die besten Abnehmer die Klöster, doch schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts sind dann rund 12 000 Stück allein nach Amerika verkauft worden.

Am besten, Sie machen einen Abstecher in das hübsche Museum über die Geigenbaukunst, die übrigens auch heute noch hier im Ort weiter geführt wird. Und falls Sie jemand mal den guten Ton bei- oder mitbringen wollen, dann kaufen Sie halt „a Mittenwalder Fiedelchen“, äh, Mittenwalder Geige, dann kann eigentlich nichts schief gehen.


Doch so anheimelnd und anscheinend klein der Markt Mittenwald ist, man kann sich schon die Absätze „schief laufen“, wenn man alle schönen Blicke zu Fuß erkunden will.

Wer dann keine gescheiten Schuhe mehr hat, der kann dann den neuen „Barfuß-Wanderweg“ des Ortes mal ausprobieren, eine ganz neue und auch erlebnisreiche Erkenntnis – und gesund dazu, Vater Kneipp (der aus Bad Wörishofen) läßt schön grüßen.

Ich mach das jetzt auch, denn nun kommt bei mir wieder der Kaffee-Durscht – also nix wie hin zu einem lauschigen Platz in Mittenwald und „Kehlenschmiermittel und Bauchfüllerchen“ bestellen.

Muß man sich manchmal ganz schön ranhalten, denn so nach und nach entdecken doch immer mehr Touristen, daß Mittenwald ein hübsches Plätzchen ist. Für die Kunstliebhaber ist die hübsche Kirche ein "Muß", schauen Sie doch mal rein:

So wie vor rund 700 Jahren ist der Markt Mittenwald wieder ein Mittelpunkt geworden, auch auf dem Weg nach Innsbruck bahnmassig gesehen. Am 1. Oktober 1912 wurde nämlich die Mittenwaldbahn eröffnet und obwohl die Strecke von München über Mittenwald 2 Stunden länger wie die über Kufstein nach Innsbruck war, hat sie doch schon viele Liebhaber gefunden. Schon allein die Ausblicke während der Fahrt durch die Bergwelt sind herrlich.



Apropos Aus- oder Anblicke, Sie können nun noch gern ein bisserl weiter rumgehen und falls Sie nicht hierbleiben wollen, ich fahr Sie auch gern wieder zurück nach München. Wir könnten ja noch einen Abstecher noch
Bad Tölz oder Murnau machen, ham'se Lust?

Bis zum Wiedersehen bei der nächsten Fahrt oder im nächsten Ort

Ihr Jörg W. Lohfink

echt preissischer Reiseführer (aus eigenem Vergnügen) und -fahrer in Bayern.

(alle Bülders sin von mir und bei Anklickern wern'se jrößer, mit Ausnahme der 3 janz alten, die sind aus'm Bayernland)

©®J.W.Lohfink

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