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Rosenheim - nicht dran vorbei-, reinfahren
müssen Sie mal! Denn in Rosenheim in Bayern beginnt die Welt.
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Welch deutscher Autofahrer kennt nicht die Autobahn Muenchen-Salzburg
und das Inntaldreieck? Wer dort schon mal im Stau gestanden ist, dem fiel vielleicht
auch die Ausfahrt Rosenheim auf. Aber haben Sie Rosenheim schon besucht? Nein,
das ist schade, denn auch diese "uralte" Handelsstadt in Bayern ist
einen Besuch wert.

Links ein Blick auf die Pfarrkirche St. Nikolaus, in dem noch ein Bild
aus dem Jahr 1514 besichtigt werden kann. "Uralt" ist an Rosenheim
aber nur die wirtschaftliche Bedeutung, ansonsten ist es ein modernes Zentrum
im suedoestlichen Teil Bayerns.
Ein Reisefuehrer um 1860 beschreibt die Stadt Rosenheim folgendermaßen:
" Wer in den Landen der Bayern sich niederzulassen sinnet, der suche auf
Landsberg oder auf Rosenheim zu fallen. Denn er wird fallen in die Silbergrube
dort und in die Schmalzgrube hier". Was mit der Silbergrube gemeint ist,
koennen Sie bei meiner Seite von Landsberg erfahren,
mit der Schmalzgrube umschrieb der damalige Redakteur die Bedeutung Rosenheims
als Handelszentrum.
Denn schon lange, bevor die Roemer in Bayern eindrangen, kreuzten sich
hier die Handelswege des noerdlichen und suedlichen Europas. Der Fernhandel
mit Bernstein hatte hier eine Station, die Straßen von Salzburg
nach Augsburg sowie von Innsbruck
nach Regensburg trafen hier zusammen.
Und Millionen von Autofahrern benutzen noch heute diese uralten Wege,
nur jetzt als Autobahnen "drumherum" ausgebaut. Eigentlich ein Glueck
fuer die Stadt Rosenheim, denn wenn sich der heutige Verkehr durch die Stadt
waelzen wuerde......zum Beispiel durch das alte Mittertor, rechts im Bild.

Auch der Inn, der bei Rosenheim mit der Mangfall zusammentrifft, hat
frueher viel zur Entstehung der Stadt Rosenheim beigetragen. War dieser Fluß
doch ueber Jahrhunderte eine echte Wasserstraße, auf der nicht nur Gueter
sondern auch Menschen transportiert wurden. Manche Namen alteingesessener Familien
in Rosenheim zeugen noch von der suedlichen Herkunft, die in altbayrischen
Elementen noch erkennbar ist. Als dann nach 1850 die Eisenbahnlinie Muenchen-Wien
gebaut wurde und 1857 der erste Zug in Rosenheim hielt, sagten die Chiemgauer
"In Rosenheim beginnt die Welt".
Die Stadtvaeter von Rosenheim muessen schon immer ganz schoen clever
gewesen sein. 1505 "besorgten" sie sich das Recht des Salzweges,
1700 wurde ein Bad gegruendet, 1808 - 1809 hatten sie es geschafft, daß
die Salzleitung von Reichenhall bis in ihre Stadt weitergebaut wurde und 1810
nahm die koenigliche Saline in Rosenheim ihre geldeinbringende Arbeit auf.
Einen historischen Clou landeten die Rosenheimer dann 1878, der bis in die
heutige Zeit so manchen Eisenbahnfan ins Gruebeln bringt. Das Rathaus von Rosenheim
sieht naemlich aus wie ein alter Bahnhof und das ist er auch. Nach Eroeffung
der Bahnlinie dauerte es nur rund 15 Jahre, dann hatte sich der Reiseverkehr
so vervielfacht, daß die Schienenanlagen erweitert und verlegt werden
mußten. Der Bahnhof , obwohl großzuegig in den vergangenen Jahren
ausgebaut, hatte seine Bestimmung verloren und drohte zu verfallen. Darauf
kamen die Stadtraete auf die Idee, den gesamten Bahnhofskomplex zu kaufen und
fuer den "Riesenbetrag" in Hoehe von 5.787 Mark und 23 Pfennig erhielt
die Stadt Rosenheim von der Koeniglichen Eisenbahnbausection das ganze Areal.
Und dann wurde aus dem Bahnhof das Rathaus, wie man es heute (natuerlich
innen und außen auf den neuesten baulichen Stand gebracht) sehen kann.
Wer weiß, vielleicht haben die Stadtvaeter auch noch einen Schienenstrang
(versteckt) behalten, clever warn's schon immer die Rosenheimer.

Die Stadt Rosenheim hat es auch geschafft, sich einen Namen mit Tagungs-
und Kongreßangeboten zu machen. Das 1997 neu eroeffnete Kultur- und Kongreßzentrum
sowie der weit ueber Bayern hinaus bekannte "Lokschuppen", ein Ausstellungszentrum
in der 1857 gebauten Lokomotivenremise des 1. Rosenheimer Bahnhofs (1985-88
vorbildlich restauriert) haben die Attraktivitaet der Stadt erheblich erhoeht.
Gleichzeitig konnten neue Arbeitsplaetze geschaffen und alte gesichert werden.
Auch Bildung und Kultur kommen in Rosenheim nicht zu kurz. Neben der Fachhochschule
fuer Holztechnik (die vielen angeschlossenen Richtungen moechte ich mir sparen)
und anderen hochrangigen Instituten sei nur erwaehnt, daß das moderne
Klinikum Rosenheim gleichzeitig auch ein Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilian-Universitaet
Muenchen ist. Das kulturelle Angebot umfaßt von der Staedtischen Galerie
ueber das Innschiffahrtsmuseum bis hin zu diversen Theaterangeboten eigentlich
alles fuer den Kulturliebhaber.
Und fuer Urlauber? Alles da, was das Herz begehrt. Mal ganz abgesehen
von der zentralen Lage Rosenheims, die es jedem ermoeglicht binnen kuerzester
Zeit in die Berge, nach Salzburg, Innsbruck
oder Italien Kurzausfluege zu machen oder an die (bayrische) See, Verzeihung,
den Chiemsee, zu fahren, Rosenheim selbst
bietet fuer jeden Geschmack etwas.

Im, gottlob nicht hektischen, Stadtgebiet findet der Urlauber Badeseen
(links der Happingerausee), diverse Sport-, Reit- und Schießanlagen,
Skater, Tennisfreunde, Squasher, Streetballer, Biker, Segelflieger, Skilanglaeufer
und und und - haben alle alle Moeglichkeiten offen. Typisch "Preiss",
so'n Satz.
Ach, beinahe haette ich es vergessen - gesundheitsbewußte Nichtsportler
finden "gleich um die Ecke" zwei der bekanntesten bayrischen Heilbaeder.
Unser "aeltestes" ist Bad Aibling, wo man
sich so richtig mit Genuß im "Dreck" (Moor) waelzen kann, das
"juengste" ist auch nur ein paar Kilometer entfernt, Bad
Endorf, da kann man sich den Schlamm (falls er noch dran ist) mit Thermalwasser
wieder abwaschen.
Wenn Sie also vorhaben sollten, demnaechst in den herrlichen Sueden (von
Deutschland natuerlich) zu verreisen, dann vergessen Sie nicht, die Stadt Rosenheim
mit einzuplanen. Vom Flughafen Franz-Josef-Strauss in Muenchen bringe ich Sie
gerne mit meinem Flughafentransfer hin, Fahrzeit ein wenig mehr als eine Stunde.

Ob fuer einen Tagesbesuch oder laengeren Aufenthalt, Rosenheim kann Ihnen
sicherlich eine ganze Menge bieten. Links ein Blick auf den Max-Josephs-Platz.
Sogar eine eigene Rosenheimer
Webseite "hoabns do", denn wie schon oben erwaehnt, die "Stadtvaeter"
und heute auch "-muetter" waren und sind noch heute clever. Informationsmaterial
oder andere Auskuenfte erhalten Sie gern von den freundlichen Mitarbeitern
der Stadtverwaltung Rosenheim, einfach eine Mail
hinschicken.
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Anregungen, Vorschlaege (auch fuer Ihren eigenen Ort),Termin-
Anfragen oder auch Ihre Meinung, wie es Ihnen gefallen hat bitte an J.W.
Lohfink
Text von J.W. Lohfink, Bildmaterial von der
Stadt Rosenheim © J.W.Lohfink |