Die Stadt Straubing –

verstecktes Juwel in Niederbayern

Muenchen Flughafentransfer - Ein Service von Mietwagen Lohfink Büro 08134-558720 - Mobilruf 0172-9607143

Bieten Sie Ihren Gästen/Firmenbesuchern/ oder Ihrer Familie doch mal etwas Besonderes - Fahren mit persönlichem Chauffeur (bis 8 Personen / Flughafen - Straubing 150,- Euro) .

Mein Service für Personenbeförderungen oder Flughafenabholungen steht Ihnen jederzeit Tag und Nacht zur Verfügung - nach Vorbestellung ! - Rufnummer 08134-558720

*

Wegweiser

durch meine Webseite und Bayern

Home

Einfuehrung

Albaching

Altenmarkt an der Alz

Altoetting

Bad Aibling

Bad Berneck und Trebgast

Bad Endorf

Bad Staffelstein

Banz

Vierzehnheiligen bei Staffelstein

Bad Tölz

Bad Woerishofen

Bamberg

Bayerischer Wald

Bayreuth

Berchtesgaden

Bernried

Burghausen

Coburg

Die Wies' (kirche) bei Steingaden

Dingolfing

Dinkelsbuehl

Freising

Fuerstenfeldbruck

Fuessen

Fuessen 1 - Rundgang

Furth im Wald

Garmisch

Gars am Inn

Gilching

Guenzburg

Hengersberg - Niederaltaich

Kaufbeuren

Kaufbeuren Stadtrundgang

Kelheim

Kempten

Kulmbach

Sie waren noch nie in München? Na nix wie hin !!!!

Landsberg am Lech

Landshut

Markt Irsee

Mittenwald

Mühldorf am Inn

Murnau

Nabburg in der Oberpfalz

Neuoetting

Noerdlingen im Ries

Nürnberg

Passau

Passau 1 - Fotoreise

Prien am Chiemsee

Rechtmehring und Kirchreith

Regensburg

Rosenheim

Rottenbuch und Hohenpeissenberg

Salzburg

Schongau

Schwangau

Starnberg

Starnberg (2.Teil - Ammersee)

Steingaden

Straubing

Tauberbischofsheim

Tirschenreuth

Waldsassen - mit Großkonnreuth und Griesbach

Wasserburg am Inn

Weiden in der Oberpfalz

Weimar, Eisenach und Fulda - 2-Tages-Tour

Wuerzburg

Innsbruck + Meran

Aus Bayerns Sagenschatz

Interessante Links:

Gezielt Bücher suchen kann jeder, aber wo kann man noch richtig "stöbern - schmökern - wühlen" ?

In meiner Bücher-Fundgrube !!! - 35 000 Bücher alphabetisch sortiert

*

Und in meinem zweiten Buchladen hat jedes Buch ein Bild dabei

Buchladen-Joerg

besuchen Sie mich doch auch mal dort

CDs aus Restposten - sehr guenstig - Volksmusik, Klassik, Oldies, Rock, Pop, Techno, Jazz, Gospel, Schlager u.a.

oder Sie machen noch eine Blitzreise nach Kanada - direkt nach Ontario


Herzlich willkommen, liebe Besucher und Freunde sowohl des Bayernlandes als auch meines kleinen Reiseführers.

Wer zum ersten Mal bei mir reinschaut, der muß wissen, Sie sind bei einem „gar schröcklichen Kerl“ gelandet – ich bring nämlich Leute „um die Ecke“.


Aber keine Angst, nur mit dem Auto, zum Beispiel vom Flughafen Franz-Josef-Strauss bei München nach Passau.

Natürlich fahre ich Sie gern überall hin und am liebsten mache ich dann Abstecher zu Sehenswürdigkeiten im schönen Bayern, die gern „ links liegen gelassen“ werden, weil's entweder so „pressiert“ oder manche Orte einfach zu sehr durch ihren Namen locken.
Und wir werden heute ein städtisches Juwel besuchen, an dem viele vorbeifahren, ich übrigens früher auch – besuchen Sie mit mir jetzt mal die Stadt Straubing in Niederbayern.

Wer im Urlaub Richtung Linz oder Wien via Deggendorf fährt oder in Passau eine Donaukreuzfahrt gebucht hat, der kommt nämlich ganz nahe an Straubing vorbei und sollte sich Zeit für einen Besuch nehmen. Es lohnt sich wirklich, liebe Leit'.

Ich hatte kürzlich wieder liebe Gäste aus Passau zu holen und da wir nicht in Eile waren, der Flieger ging erst am Abend, sollte ich ihnen ein bisserl was von Bayern zeigen. Und nachdem ich selber Straubing nur per Hinweisschild an der Autobahn bisher gesehen hatte, dachte ich „schaun mer mol“ getreu des bajuwarischen Kaiserspruches.

Wir fuhren also von Passau nach Deggendorf, dann in Richtung München und nahmen die Abfahrt in Richtung Straubing. Na und dann war ich erstmal ein bisserl enttäuscht, nix wie Felder links und rechts, ab und zu mal ein Dörferl, hübsch, aber keine Menschenseele auf der Straße. Meine Gäste vermuteten, es war Sonntagvormittag, entweder sind alle in der Kirche oder die Männer sitzen schon mit Messer und Gabel in der Hand am Tisch und warten auf Mutters Sonntagsbraten.

Knapp 35 Kilometer ging es so dahin, bis endlich im strahlenden Sonnenschein sich in dieser weiten Ebene ein Türmlein zeigte, das sich kurze Zeit später als ein wunderbares Bauwerk entpuppte.





Das Wahrzeichen von Straubing, der Stadtturm. Groß, wuchtig und doch von einer Eleganz, wie ich bisher selten Stadttürme gesehen habe. Doch zuerst war mal die Frage, wo parken. Anhand der guten Beschilderung zur historischen Altstadt war es kein großes Problem, wir fanden dann schnell beim Rentamt einen schönen Platz. Und dann gings zu Fuß ins Zentrum.





Schon auf dem Weg in den Stadtkern sieht man an den schönen alten Fassaden, daß hier einst nicht nur reine Bürger oder Händler lebten, sondern auch verschiedene Herrscher der Stadt Straubing den Baustil prägten.

Die Stadt im „Gäuboden“, wie man die Kornkammer Bayerns, also diese weite Ebene nannte und nennt, hat eine über 6000 Jahre alte Geschichte. Von den Jungsteinzeitbauern gibt's natürlich keine Häuser mehr, aber man hat bei Ausgrabungen schon etliche Beweise von ihrer Sesshaftigkeit dort gefunden. Dann gab's natürlich auch in Straubing Kelten, die den Ort Sorviodurum nannten. Die bekamen dann Besuch von den Römern, der sich soweit ausartete, daß die Herren aus dem Süden einfach ein Kastell bauten und so die Kelten a bisserl besser in den Griff bekamen. So um 200 n.Chr hieß es dann plötzlich „alle Mann weg“, denn die Alemannen kamen. Die hatten wohl nicht nur Schwerter und Sturmböcke dabei, sondern auch Abrißbirnen, denn vom Kastell und der Siedlung blieben nur noch Reste nach deren „Besuch“. Dann war's ziemlich ruhig in und um Straubing.




Ruhig war es auch bei unserem Weg zum eigentlichen Stadtkern und die nächsten Hinweise auf die Geschichte der Stadt hingen direkt über unseren Köpfen. Ein Narr, der die Zeit des Mittelalters andeutet und gleich danach ein badendes Pärchen, ich sage nur „Agnes.....“ - na, fällt Ihnen da was bei ein?




Bis wir das Zentrum erreicht haben, noch a bisserl mehr von Straubings Historie. Also so um 900 nach Chr soll sich dort ein Bajuware namens Strupo niedergelassen haben, vielleicht schon ein erster Hippie mit langen Haaren? Und so wurde dann der Ort Strupinga genannt.

Muß übrigens auch den „janz hohen Tieren“ gefallen haben, Ort und Gegend, denn um 1000 n Chr ist dokumentiert, daß Straubing ein Königsgut war und vom Kaiser Heinrich II an Bischof Bruno von Augsburg verschenkt wurde. Nach dessen Tod ging Straubing dann in den Besitz des Augsburger Domkapitals über und die geistlichen Herren begannen, den Ort weiter auszubauen und auch die Pfarrkirche St. Peter zu errichten.

Doch dann kam Herzog Ludwig der Kelheimer aus Kelheim, deswegen hieß er ja so. Dieser „Kerl“ baute doch einfach auf Augsburger Grund gleich „um die Ecke“ eine kleine Burg und nahm den kirchlichen Herren die Zoll- und Markteinnahmen ab. Und um 1280 wurde aus dem Markt die Stadt Straubing und der Handel, besonders mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen blühte und brachte den Bürgern Reichtum.

So bauten die Straubinger 1316 mit dem noch heute stehenden Stadtturm ein steinernes Denkmal für den wirtschaftlichen Erfolg. Nur das Jahr 1338 war ein schlimmes, da brachen Wanderheuschrecken über Straubing und Umgebung ein. Aufzeichnungen berichten, daß fünf Jahre vorher schon einmal Heuschrecken fast bis Straubing kamen, in Landshut sollen die Schwärme so dicht gewesen sein, daß die Sonne verfinstert wurde.





Hier einige Blicke auf die Häuser und Bauformen, an denen man sehen kann, daß Wohlstand hier zu Hause war und auch heut wieder ist. Vom Baustil her ist noch viel Gotik vorhanden und wenn Sie sich das ganz hohe Gebäude ansehen, kommt Ihnen der Anblick nicht irgendwie holländisch vor?

So wie Gebäude in den Häfen? Nun, obwohl die Donau nicht weit entfernt ist, hat zwar Straubing nie einen Hafen besessen, aber dafür einen holländischen „Besitzer“. Denn Herzog Albrecht I war damals gleichzeitig Statthalter von Holland und schickte dann 1387 seinen Sohn, Albrecht II nach Straubing. Der brachte dann viele Anregungen von „janz oben“ mit nach Niederbayern.




Durch das bayerische Erbrecht gab's dann 1433 wieder einen Albrecht als Herrscher in Straubing, den Sohn von Herzog Ernst in München. Und das war ein ganz Schlimmer, denn der ging einfach nach Augsburg zum Baden, verliebte sich dort in die Tochter des Bademeisters und heiratete die einfach. Na ja, so ganz einfach nicht, sondern heimlich, denn Vatern in München hatte begreiflicherweise was dagegen. Ein Blaublüter und eine Bürgerliche, ja wo samma denn?

Doch Sohnemann pfiff auf Vaters Willen und hielt fest an Liebe und Frau, die er auch in Straubing an seinem Hof jedermann stolz zeigte. Tja, spätestens jetzt sollte den Theaterfans und Geschichtsbegeisterten unter Ihnen ein „zehn-Cent-Stück“ klimpern – früher hamma g'sagt, „der Groschen fallen“. Besagte Frau vom Albrecht war Agnes.... - ja, die Agnes Bernauer.

Wer sich nur noch vage erinnern kann, hier ganz kurz die schaurige Geschichte. Vater Ernst in München war stinkesauer und versuchte alles, die beiden Liebenden zu trennen. Klappte aber nicht. Also, und damals war man noch a bisserl deftiger, wartete Vatern ab, bis Sohnemann auf Dienstreise war. Dann gings auf nach Straubing, im Schlepptau ein paar ihm hörige Geistliche und dann wurde Sohnemanns Frau verhaftet.

Kurzes Verhör, Feststellung durch die kirchlichen Schurken „sie ist eine Hexe“ und dann kurzerhand ab mit ihr ins Freibad an der Donau zur Hexenprobe. Ging damals so: ist die Frau eine Hexe, schwimmt sie gefesselt oben dank Teufels Hilfe, ist sie keine, ersäuft sie. Da sie keine war, war's Resultat ganz einfach und für Vatern befriedigend. Agnes Bernauer tot, Sohn wieder frei für anständige Heirat. Gab damals viel Stunk in der Familie.




Natürlich gingen die Religionsstreitigkeiten vor und nach dem 30jährigen Krieg auch nicht an Straubing vorbei. Auch hier gab es dann Protestanten, die aber von den Herzögen ausgewiesen wurden. Man war und blieb katholisch damals, schon aus politischen Gründen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Sage des Eckherr von Egg, finden Sie auf der Seite von
Furth im Wald.




Dieses goldene Prunkstück der Stadt Straubing ist kein Zeichen des Reichtums der Stadt, sondern eines der Dankbarkeit. Als nämlich um 1705 die Österreicher Straubing belagerten, gaben die Bürger der Stadt ein Gelübde ab, daß sie bei Nichteroberung diese Dreifaltigkeitssäule errichten wollten. Die „Ösis“ müssen damals wohl nicht so gut „janz oben“ angesehen gewesen sein, denn sie mußten erfolglos abziehen und das Gelübde wurde brav von den Straubingern erfüllt.


Aber nicht immer war man in Straubing brav, manchmal auch a bisserl zu leichtsinnig. Speziell wenn es um die Bauerei ging. Man baute und baute, aber wenn es halt bloß Häuser für „die da oben“sind wie zwischen 1700 und 1759 die St. Veitskirche, die Karmelitenkirche und die Ursulinenkirche, dann wird's bald klamm in der Kasse.

Denn von „oben“ gibt's halt keine Miete und so war Straubing im Jahre 1770 wie so manche Städte heutzutage, nämlich gelinde gesagt pleite. Es kam ein Regierungskommissär und übernahm Kasse und Stadt. Und kaum war das Gröbste wieder bereinigt, da gab's schon wieder deftige Ausgaben, denn ein ganzes Stadtviertel brannte ab.

Doch „abgebrannt“ waren die Straubinger Bürger nicht ganz, denn die guten Erträge der Landwirtschaft halfen immer wieder weiter. Einfallsreich war man dazu auch noch, denn als 1812 der bayerische König Max I. Joseph Neuerungen aus der Landwirtschaft auf einem Landwirtschaftsfest in Straubing vorführen lassen wollte, da machten die Straubinger aus der langweiligen Ausstellung ein derartiges Fest, daß weit aus dem Umland alle zum Feiern kamen. Und das bis heute noch, das Gäubodenfest ist zum zweitgrößten Volksfest in Bayern geworden. Hier treffen sich Städter und Landbevölkerung und feiern und stehen zusammen, wie es überall sein sollte. Für das Zusammenstehen gibt es übrigens in Straubing noch ein sehr schönes Beispiel.




Dieses Haus hier ist die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Straubing. Als die dunkle Zeit der braunen Horden über Deutschland hereinbrach, da waren es Straubinger Bürger, die eine komplette Zerstörung des Hauses verhinderten. Und so hat die heute in Straubing wieder entstandene jüdische Gemeinde ihr Gotteshaus noch im alten Stil. Ein schönes Zeichen für eine schöne Stadt mit reizenden Bürgern, denn wen und was ich fragte, die Straubinger waren (und sind) sehr freundlich und hilfsbereit.


Ich kann jedem nur empfehlen, fahren Sie mal nach Straubing, vielleicht mit mir, wenn's paßt, Sie haben auf jeden Fall einen herrlichen Ausflug. Die Stadt
Straubing bietet übrigens eine wunderbare Webseite, sollten Sie sich auf jeden Fall mal anschauen. Viele Informationen, schöne Bilder und natürlich jede Menge Möglichkeiten, auch längere Besuche zu buchen.

*

Da könn' Se mal sehen, was mein Reiseführer ausmacht. aHaben sich sogar unsere Bundeskanzlerin und der französische Präsident in diesem schönen Städtlein am 9. Juni 2008 in Bayern getroffen.

Bleibt nur zu hoffen, das dem Herrn Sarkozy Bayern nicht genauso gut gefallen hat wie damals Napoleon - das Resultat kennen wir ja noch aus dem Geschichtsunterricht...

*

Hat's wieder mal Spaß gemacht, ein Stück Bayern kennen zu lernen? Wenn ja, links im Wegweiser gibt's noch „vui mehra“ und ich bin schon dabei „no mehra“ für Sie zu entdecken und zu beschreiben.

Bis zum nächsten Mal
mit herzlichen Grüßen

Ihr Jörg W. Lohfink

echt preissischer Reiseführer (aus eigenem Vergnügen) und -fahrer in Bayern.

(alle Bülders sin von mir und bei Anklickern wern'se jrößer)

©®J.W.Lohfink

*

zu meinem zweiten Buchladen - "Buchladen-Joerg" - jedes Buch mit Bild gelistet

und auf vielfachen Wunsch noch'n dritter Laden mit Suchfeld nach Autor, Titel oder sonstigen Schlagworten - wird später die anderen beiden mit beinhalten

www.alte-sachen com

*

*

Und hier zum einfacheren Suchen, wenn Sie noch was anderes wollen - wer will das nicht?

Google

> > >

 

> Web

> www.muenchen-flughafentransfer.de

> www.buecher-fundgrube.de

> > > > > >

*

Counter das ist ab Juni 2008 die Besucherzahl dieser Straubing-Seite. die Gesamtanzahl aller Reiseführer-Freunde ist auf der Home-Seite.